Ehemaligentreffen / Stammtisch: Am Freitag, den 09.11 2018 -18:00 Uhr, fand im Cafe Blue, U-Bahn gegenüber ehemaligen Schulgebäude. der erste Stammtisch statt.
Ahmad Mansour an der Schule Der Buchautor und Psychologe Ahmad Mansour hielt am 05.12.2017 von 11.30-13.00 Uhr an der städtischen Robert-Bosch-Fachoberschule vor mehreren hundert Schülern, Lehrern und geladenen Gästen einen Vortrag über Radikalismus und Islamismus. Organisiert und gesponsert wurde die Veranstaltung von dem Förderverein der Schule.
Der Autor des Buches „Generation Allah – Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen“ erzählt zunächst seine eigene Lebensgeschichte: Er ist als Muslim in Palästina aufgewachsen. Zwar war er ein guter Schüler, wurde aber von seinen Klassenkameraden gemobbt und ausgegrenzt. Ein Imam hatte ein Gespür für seine Nöte und nahm ihn in dessen Koranschule auf. Dort lernte er zunächst viel, später aber wurde er zunehmend radikalisiert.
Nach seinem Abitur bekommt er die Gelegenheit in Tel Aviv Psychologie zu studieren. Dort trifft er auf viele angebliche Feinde, die Juden, mit denen er sich aber gut versteht. Das führt zu einem inneren Konflikt. Schließlich beendet er diesen Konflikt mit einer Flucht nach Deutschland. wo er das Studium der Psychologie fortsetzt.
Ahmad Mansour führt in seiner Multi-Media-Präsentation wenigstens drei Gründe für die Radikalisierung Jugendlicher an:
Es sind psychologische, soziologische, und theologische bzw. ideologische Gründe.
A. psychologische Gründe
Heranwachsende sind auf der Suche nach Identität, Orientierung, Halt und Sinn im Leben.
Darüberhinaus suchen sie Anerkennung, bleibt ihnen diese verwehrt und sie werden gar von ihrer Umgebung ausgegrenzt, so sind für andere Gemeinschaften empfänglich.
Wenn sich diese Gruppierungen um sie kümmern, ihnen Selbstwertgefühl vermitteln und eine Perspektive in ihrem trostlosen Leben bieten, dann fühlen sie sich geborgen und angenommen. Dazu kommt die Aussicht ein abenteuerreiches und spannendes Leben zu führen. „Anstatt Nachrichten zu lesen können sie jetzt selbst Nachrichten machen“.
B. Soziologische Gründe
„Die Salafisten sind die besseren Sozialarbeiter“, weil sie sich der Jugendlichen annehmen, sie willkommen heißen und ihnen Angebote und Geschenke machen. Radikalisierte Jugendliche stammen oft aus schwierigen familiären Verhältnissen. Oft fehlt der Vater in der Familie. Menschen, die hierherkommen, haben auch oft Probleme sich selbst zu definieren und einzuordnen.
C. Theologische und Ideologische Gründe.
Bei der Radikalisierung spielen religiöse Gründe oft eine untergeordnete Rolle. Wenn auch den Jugendlichen „Heilige Schriften“ als Wahrheit gelehrt werden, die nicht zu hinterfragen sind. Ebenso, wie die Entscheidungen der religiösen Führer, die festlegen, was erlaubt und was verboten ist.
Der Weg, die Hölle zu vermeiden und sich eine gute Zukunft zu sichern, führt nur über den Gehorsam. Gerade, wenn das gegenwärtige Leben als trostlos empfunden wird, erscheint der Märtyrer-Tod als Ausweg zu einem besseren Leben.
Dieses Schwarz-Weiß-Denken findet sich auch in der Ideologie wieder: „Wir sind die Opfer und die anderen die Täter“. Herr Mansour ermuntert dazu, die Komplexität der Welt wahrzunehmen und die eigene Vorstellung zu hinterfragen.
Abgerundet wird die Veranstaltung mit einer 15-minütigen Fragerunde.
Der Schulleiter, Matthias Rauch, bedankte sich bei Herrn Mansour und beendete die Veranstaltung mit den Worten:
„Darum sind wir an der Schule, um die Dinge zu hinterfragen und nicht einfach zu akzeptieren, was uns irgend jemand, egal aus welcher Ecke, vorsagt“.
Kulturfest an der FOS am 27.07.2017 In der Aula präsenetieren die 11. Klassen ein Land ihrer Wahl (+Bayern)
Impressionen vom Schulfest (18 MB)als download 4 Minuten Slideshow
Tabelle Am Freitag, den 11.11.2016 trafen sich zum 14. Mal ehemalige Schüler zu einem gemütlichen Abend und Gedankenaustausch in der Robert-Bosch-Fachoberschule.
Impressionen vom Ehemaligentreffen.